Pressemitteilung Nr. 58 vom 16.07.2026 PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM für den Leiter des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ), Professor Dr. Dieter Kranzlmüller – Blume: „Er macht Zukunft berechenbar und erweitert die Grenzen des Wissens.“
Wissenschaftsminister Markus Blume überreicht Auszeichnung beim Sommerfest des Leibniz-Rechenzentrums – Würdigung für herausragende Verdienste um Bayerns Wissenschaft – Blume: „Er verbindet Spitzenforschung mit Spitzeninfrastruktur.“
MÜNCHEN. Wissenschaftsminister Markus Blume hat Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller beim Sommerfest des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) mit der Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM geehrt. Mit der Auszeichnung würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seine herausragenden Verdienste um die Wissenschaft im Freistaat. Als international renommierter Informatiker und langjähriger Leiter des Leibniz-Rechenzentrums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat Kranzlmüller Bayerns digitale Forschungsinfrastruktur entscheidend geprägt und zugleich mit seinen Impulsen und Beiträgen zu den Gebieten des Höchstleistungsrechnens, der Künstlichen Intelligenz, des Quanten- und des photonischen Computings selbst wissenschaftliche Maßstäbe gesetzt.
„Dieter Kranzlmüller macht Zukunft berechenbar, erweitert die Grenzen des Wissens – und eröffnet anderen den Weg dorthin. Als Spitzenforscher und Leiter des Leibniz-Rechenzentrums vereint er wissenschaftliche Exzellenz mit einer Forschungsinfrastruktur von Weltrang. Er schafft die Voraussetzungen dafür, dass Bayerns Forschende immer wieder wissenschaftliches Neuland betreten können. Er verbindet Spitzenforschung mit Spitzeninfrastruktur – und macht Bayern damit zu einem internationalen Hotspot für die Wissenschaft von morgen.“
Das Leibniz-Rechenzentrum ist das digitale Rückgrat der Wissenschaft in Bayern. Hier entstehen die Rechenleistung, Dateninfrastrukturen und Zukunftstechnologien, ohne die Spitzenforschung in Astrophysik, Medizin, Erd- und Klimaforschung, Materialwissenschaften, Künstlicher Intelligenz, Quantenforschung und vielen weiteren Disziplinen heute nicht mehr denkbar wäre. Unter Kranzlmüllers Leitung baute das LRZ seine Stellung als international sichtbares Zentrum für wissenschaftliches Höchstleistungsrechnen und digitale Zukunftstechnologien weiter aus. Daneben wurden die Kooperationen des LRZ mit den Kulturwissenschaften intensiviert und die Services für die staatlichen wissenschaftlichen Bibliotheken und Museen in Bayern erweitert.
„Die größten wissenschaftlichen Durchbrüche beginnen heute oft lange vor dem eigentlichen Forschungserfolg. Sie beginnen dort, wo die Voraussetzungen für neue Erkenntnisse geschaffen werden. Genau dafür steht Dieter Kranzlmüller. Ob Supercomputer, Künstliche Intelligenz, Quanten- oder photonisches Computing: Er verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit Innovationskraft, Haltung und Weitblick. Wer wissen will, wie Zukunft entsteht, muss nach Garching schauen“, so Blume.
Vom Programmiertalent zum Wissenschaftspionier
Schon als Schüler entdeckte Dieter Kranzlmüller seine Leidenschaft für das Programmieren. Nach ersten Jahren in der IT-Industrie führte ihn sein Weg zurück in die Wissenschaft. Forschungsstationen an der Johannes-Kepler-Universität Linz, der University of Reading, der École Normale Supérieure Lyon, der Technischen Universität Dresden und am CERN in Genf prägten seine internationale wissenschaftliche Laufbahn. 2008 folgte er dem Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde Mitglied des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums. Seit 2017 leitet er das LRZ und zählt heute zu den international anerkannten Experten für Höchstleistungsrechnen, wissenschaftliche IT-Infrastrukturen und digitale Zukunftstechnologien.
Wo Wissenschaft Zukunft gewinnt
Mit Projekten wie SuperMUC-NG, Blue Lion, dem Ausbau von KI- und Quanteninfrastrukturen sowie neuen Ansätzen im photonischen Computing setzte Kranzlmüller am LRZ weltweit Maßstäbe. Gleichzeitig stärkte er Bayerns Hochschulen mit leistungsfähigen digitalen Diensten, baute internationale Forschungskooperationen aus und machte das LRZ zu einem weltweit anerkannten Motor wissenschaftlicher Innovation.
Bei aller technologischen Exzellenz hat Dieter Kranzlmüller nie den Menschen aus dem Blick verloren. Für ihn ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern muss Wissenschaft, Gesellschaft und Freiheit
gleichermaßen dienen. Wissenschaftlicher Fortschritt braucht nicht nur immer leistungsfähigere Technologien, sondern vor allem kluge Köpfe, Zusammenarbeit und den Mut, neue Wege zu gehen.
„Für Ihren herausragenden Einsatz für die Wissenschaft in Bayern gebührt Ihnen höchste Anerkennung. Es ist mir eine große Freude, Ihnen die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM zu überreichen“, erklärte Blume bei der Übergabe.
Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel der Ehrung ist es, Wissenschaft und Kunst als Einheit zu begreifen und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Zukunft sichtbar zu machen. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Fotos von der Übergabe stehen zum kostenlosen Download bereit:
Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume im Bild
Christian Betz, Pressesprecher, 089 2186 2766