Pressemitteilung Nr. 32 vom 20.05.2026 Modernisierungsoffensive an der FAU: Doppelter Spatenstich für Hörsaalzentrum und Hochleistungsrechenzentrum
Baustart für Hörsaalzentrum Henkestraße und für Nordbayerisches Hochleistungsrechenzentrum – Blume: „Rund 500 Millionen Euro Gesamtinvestitionen für zwei Eckpfeiler der Bauoffensive an der FAU“
MÜNCHEN/ERLANGEN. Doppelter Spatenstich an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg: Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume und Innenminister Joachim Herrmann haben heute zusammen mit FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger den Spatenstich für zwei Großbauprojekte an der FAU gesetzt. Ab sofort startet der Bau des neuen Hörsaalzentrums in der Henkestraße und der Bau des Nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums (NHR@FAU) auf dem Erlanger Südgelände. Beide Maßnahmen sind Teil der Modernisierungsoffensive der Staatsregierung für die FAU. Rund zwei Milliarden Euro investiert der Freistaat in diesem Jahrzehnt in die bauliche Modernisierung der Universität.
Wissenschaftsminister Markus Blume betonte in Erlangen: „Termine an der FAU gibt’s fast immer im Doppelpack – zwei Bauprojekte, zwei Minister. Das zeigt: Hier stimmen Tempo, Tatkraft und Teamgeist. Wir setzen heute den Spatenstich für Hörsaalzentrum und Hochleistungsrechenzentrum – zwei Eckpfeiler unserer großen Bauoffensive an der FAU. Das neue Hörsaalzentrum wird das Tor der Universität zur Stadt und architektonische FAU-Visitenkarte an der Wissenschaftsachse. Auf rund 9.600 Quadratmetern Nutzfläche errichten wir ein transparentes und einladendes Gebäude mit Audimax, Hörsälen und Experimentierflächen – eine echte Wohlfühloase für Lehre und Lernen. Wir investieren rund 269 Millionen Euro in eine Bildungs- und Begegnungsstätte der Zukunft.“ Mit Blick auf den Spatenstich für das Nordbayerische Hochleistungsrechenzentrum sagte Blume: „Das ist der bauliche Startpunkt für eine neue KI-Ära an der FAU, in der Region und in ganz Bayern. Wir errichten in einem der leistungsfähigsten Universitätsrechenzentren der Republik mit einer über 220 Millionen Euro schweren Gesamtmaßnahme die größte KI-Recheninfrastruktur der deutschen Hochschullandschaft. Künstliche Intelligenz kann fränkisch. Das war allen klar. Aber Franken kann auch künstliche Intelligenz. Künftig mehr denn je.“
Innenminister Joachim Herrmann sagte: „Ich freue mich sehr über die beiden heutigen Spatenstiche, die die FAU als eine der leistungsstärksten Universitäten Deutschlands weiter voranbringen. Der Neubau in der Henkestraße 42 wird das künftige 'Hörsaalherz der Innenstadt', ein Ort der Begegnung von Universität und Gesellschaft. Und mit dem Spatenstich des Hochleistungsrechenzentrums legen wir heute den Grundstein für Digitalisierung, Innovation und wissenschaftliche Exzellenz. Es ist ein Motor und Magnet des Forschungsstandorts Erlangen und ein Hebel für Ingenieurswesen auf Weltklasseniveau. Mit den Investitionen stärken wir den Wissenschaftsstandort und bauen den Rang der FAU als Forschungsstätte von Weltrang weiter aus. Das ist bestens angelegtes Geld für die Zukunft der Region und darüber hinaus!"
FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger erklärte: „Mit den anstehenden Neubauten in der Henkestraße und am Campus Süd gestalten wir die Zukunft der FAU aktiv. Das neue Hörsaalgebäude schafft moderne Räume für Lehre, Begegnung und interdisziplinären Austausch – Orte, an denen Wissen entsteht und gemeinsam weitergedacht wird. Gleichzeitig stärken wir mit dem Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR) gezielt unsere wissenschaftliche Spitzenposition. Hochleistungsrechnen ist heute ein zentraler Innovationstreiber. Mit dem NHR schaffen wir die Infrastruktur, um wissenschaftliche Durchbrüche schneller zu ermöglichen und Forschung auf internationalem Spitzenniveau weiter auszubauen. Beide Projekte stehen für unsere FAU: innovativ, vernetzt und zukunftsorientiert. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, Spitzenforschung, exzellente Lehre und Transfer noch enger zusammenzubringen und Wissen wirksam in die Gesellschaft zu bewegen."
Der Neubau des Hörsaalzentrums Henkestraße ist Teil der rund zwei Milliarden schweren Modernisierungsoffensive der Staatsregierung für die FAU und wesentlicher Bestandteil des neuen Geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ) der Universität, in dem die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer nach funktionalen Gesichtspunkten konzentriert und neu geordnet werden sollen. Das Hörsaalzentrum nimmt dabei neben dem Audimax weitere Hörsäle, das Experimentiertheater und die musealen Sammlungen der FAU auf. Die Fertigstellung ist für Anfang der 2030er Jahre geplant.
Auch der Bau des Nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums ist Teil der Modernisierungsoffensive der Staatsregierung für die FAU und stellt zudem einen Schlüsselbestandteil der KI-Offensive der Staatsregierung dar. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist ebenfalls für Anfang der 2030er Jahre geplant. Das NHR@FAU versorgt mit der massiv erhöhten Rechenkapazität den gesamten nordbayerischen Hochschulraum mit, gerade auch die Technische Universität Nürnberg (UTN). Das NHR@FAU dient mit leistungsfähigen Hochleistungsprozessoren von NVIDIA auch als Infrastruktur für die Blue Swan Plattform des bayerischen KI-Basismodells. Kürzlich haben die FAU und NVIDIA dazu die vertraglichen Weichen gestellt. Insgesamt stehen künftig im Erlanger Hochleistungsrechenzentrum allein rund 1.400 GPUs für das neue bayerische KI-Basismodell zur Verfügung -perspektivisch sogar bis zu 1.700.
Philipp Spörlein, stellv. Pressesprecher, 089 2186 2621