Museumsoffensive Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und Kunstsammlungen

Unter dem Motto „Vertrauen zurückgewinnen, Verantwortung leben“ stellte Kunstminister Markus Blume Anfang April ein Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und -sammlungen vor.

Kunstminister Markus Blume informierte zusammen mit Anton Biebl, Change-Manager der bayerischen Museumsoffensive, im Rahmen einer Pressekonferenz in der Pinakothek der Moderne in München über das Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und -sammlungen und bilanzierte die in den letzten Wochen ergriffenen Schritte. „Es ist ein Vertrauensschaden entstanden. In staatlichen Museen und Sammlungen darf nicht der geringste Zweifel an Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bestehen. Mit einem Maßnahmenpaket wollen wir Vertrauen zurückgewinnen und Verantwortung leben“, verdeutlichte Kunstminister Blume eingangs zur Diskussion um Provenienzforschung und Restitutionspraxis in Bayern. In den letzten Wochen sei Transparenz hergestellt worden, die Umstellung der kritisierten Datenbanken auf DZK-Standards liefe, die Meldungen bei Lostart seien deutlich erhöht worden und es fänden intensive Gespräche mit Opferverbänden, Interessensgruppen und Verantwortungsträgern statt. Gleichwohl sei eine Vertrauenskrise entstanden, die weitere Maßnahmen erfordere, so die Bilanz von Kunstminister Blume.
Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und -sammlungen
Ferner erläuterte Kunstminister Blume zum fünfteiligen Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und -sammlungen: „Wir werden schonungslos aufklären. Wir müssen aber auch Schlüsse ziehen, die über die Staatsgemäldesammlungen hinausgehen und dafür auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen. Deshalb verzahnen wir die Aufklärung und den Neuanfang in den Staatsgemäldesammlungen mit der bereits begonnenen Museumsoffensive der Kulturagenda Bayern und holen auch externen Rat ein. Unser Ziel sind vorbildhafte bayerische Museen und Sammlungen. Wir wollen gestärkt aus der Krise hervorgehen.“
Für den Neuanfang in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (BStGS) und die Verzahnung mit der Museumsoffensive steht maßgeblich Anton Biebl zur Verfügung, der die interimistische Leitung übernimmt. Blume würdigte seine immense Erfahrung als Behördenleiter und zeigte sich überzeugt, dass er der richtige Mann zur richtigen Zeit sei. Anton Biebl betonte: „Ohne einen grundlegenden Neuanfang bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlung wird die Museumsoffensive nicht die beabsichtigten Ziele erreichen können. Deshalb ist es erforderlich die Zielvorstellungen der Museumsoffensive an die aktuellen Entwicklungen anzupassen und die Verantwortung für den Neuanfang bei den BStGS neu zu verteilen. Hierfür stehe ich als interimistischer Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zur Verfügung und danke für das Vertrauen, das in mich gesetzt wird.“
Kunstminister Blume dankte ferner Prof. Dr. Bernhard Maaz, der nach zehn Jahren im Amt des Generaldirektors der Staatsgemäldesammlungen seine Tätigkeit am Zentralinstitut für Kunstgeschichte fortsetzt, für seine Verdienste und erinnerte an zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen. Mit dem heutigen Tag beginne für die Staatsgemäldesammlungen und Bayerns Museen ein neues Kapitel. Blume mahnte, die Chance zu nutzen und warb gleichzeitig um Fairness und Vertrauen in die ergriffenen Maßnahmen.
Weitere Informationen
- Vertrauen zurückgewinnen, Verantwortung leben: Maßnahmenpaket für Bayerns Kunstmuseen und -sammlungen pdf, 158 KB
- Online-Meldung zur Museumsoffensive Bayern: Fünf Handlungsfelder und ein neuer Kopf für Bayerns Museen
- Aufzeichnung Pressekonferenz: Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und bayerische Museumsoffensive
Stand: 02. April 2024/ Bildnachweise: Axel König/ StMWK, Steffen Böttcher (Porträt StM Blume)